| Funktion |
Name |
Adresse |
Fraktion |
Telefon (04872) |
| Bürgermeister |
Volker Timm |
25557 Bornholt, Dorfstraße 22 |
KWG |
583 |
| 1. stv. Bürgermeister |
Dirk Martens |
25557 Bornholt, Dorfstraße 17 b |
KWG |
9186 |
| 2. stv. Bürgermeister |
Hannelore Christen-Trede |
25557 Bornholt, Dorfstraße 57 |
KWG |
2949 |

- Zur Wappenbeschreibung bitte anklicken
Logenplatz am Nord-Ostsee-Kanal
Die Gemeinde Bornholt ist eine der kleinsten Gemeinden im Amt Hanerau-Hademarschen. Sie liegt ca. 8 km südwestlich des Zentralortes Hanerau-Hademarschen und ist zugleich die südwestlichste Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Umgeben ist sie von den Nachbargemeinden Schafstedt (Dithmarschen), Holstenniendorf (Steinburg), Bendorf und Beldorf (Rendsburg-Eckernförde).
Der Name Bornholt setzt sich zusammen aus "Born" das für Quellen oder Wasser steht und "Holt" für Holz oder Wälder. Ursprünglich gab es die Gemeinde Großenbornholt und die Gemeinde Lütjenbornholt (Groß für größere Quellen oder nassere Felder).
Im Jahre 1888 begann der Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals für den jede Gemeinde 150 ha Land abgeben musste. Der Kanal halbierte jede Gemeinde so, dass die Dörfer Großenbornholt und Lütjenbornholt auf der Südseite von der Gemarkung Töpferberg auf der Nordseite getrennt wurden. Obwohl es viele Wege über den Töpferberg nach Schafstedt gab, wurde keine Überwegung (Brücke oder Fähre) gebaut. Um auf die andere Seite zu kommen, musste nun ein Umweg über die Grünentaler Hochbrücke oder die Kanalfähre Hohenhörn gemacht werden.
Wo sich einst ein Bach durch nasse Wiesen schlängelte, war jetzt ein 66 Meter breiter Kanal. Aber auch die freie Sicht nach Schafstedt wurde die Erdaufschüttungen (aus dem Kanal), die auf der Nordseite abgelagert wurde, versperrt.
Hierbei blieb es jedoch nicht. Schon 1907 wurde der Kanal auf 102 Meter (Wasserspiegel) verbreitert und auch dieses Mal mussten viele Ländereien abegeben werden.
Die beiden Gemeinden Lütjen- und Großenbornholt wurden dann mit Wirkung vom 01.04.1938 zur Gemeinde Bornholt zusammengeschlossenen. Dieser Zusammenschluss wurde gegen den Widerstand beider Gemeinderäte auf massiven Druck von oben betrieben. Verantwortlich war Wilhelm Hamkens (NSDAP) Landrat im Kreis Rendsburg, der sich von seinem Aktionismus bezüglich der Gemeindezusammenlegungen vermutlich bessere Karrierechancen versprach. Nach dem zweiten Weltkrieg strebten beide Ortsteile wieder die Eigenständigkeit an, konnten sich aber nicht über den Verbleib des Versehrtenwerkes (Töpferbeg), welches mit höheren Kosten für die jeweilige Gemeinde verbunden gewesen wäre, einigen. Die Verantwortlichen beider Ortsteile beschlossen die Trennung erst nach der Klärung dieses Sachverhaltes zu vollziehen. Dieses Bestreben wurde bis heute nicht wieder aufgenommen. ( Lit. H.W.Schwarz: Die Gemeindezusammenlegungen im Kreis Rendsburg im Jahre 1938 JBR 38 (1988) S.76-109 )
Die ganz großen Bauarbeiten begannen aber 1983. Dieses Mal wurde wieder der Kanal verbreitert auf 162 m (Wasserspiegel), 90 m Sohle bei 11 m Wassertiefe). Das hatte zur Folge, das einige Häuser jetzt nur noch wenige Meter vom Kanal entfernt stehen.
Seit dem Bau des Kanals sowie auch bei jeder Verbreiterung sank der Grundwasserspiegel. Immer tiefer musste das Grundwasser aus dem Boden geholt werden. In Großenbornholt ließ die damalige Kanalverwaltung sogar große Brunnen bauen, die das Dorf bis 2000 versorgten. Von da an wird die Gemeinde von der zentralen Wasserversorgung des Wasserbeschaffungsverbandes "Unteres Störgebiet" aus dem Wasserwerk in Wacken versorgt.
Eine kleine Gemeinde im schleswig-holsteinischen Binnenland, die ihre Einwohnezahl in Ferienzeiten verdoppelt, muss besondere Reize haben. In Bornholt ist es die ihresgleichen suchende idyllische Lage, zu der auch ein Logenplatz am Nord-Ostsee-Kanal gehört: Die Bornholter können nämlich von ihrer 27 m hohen Uferböschung auf die Dampfer und Yachten herabschauen, die mitten durch ihr Dorf fahren.

- Die Karte wurde von www.kv-plan.de zur Verfügung gestellt
Das mitten im Dorf liegende Feuerwehrhaus hat durchaus Symbolcharater. Denn die Blauröcke halten zusammen mit dem 1974 gegründeten Gymnastikverein die Dorfgemeinschaft zusammen.
Die Bornholter sind besonders froh darüber, dass sie mit dem Gasthaus Maaßen im Gegensatz zu ihren Nachbargemeinden noch über einen Dorfkrug verfügen. Meierei, Kaufmann und ähnlichen Einzelhandel gibt es dagegen nicht mehr.
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Durch die Verbreiterung des Kanals musste sogar die Verbindungsstraße zwischen den Dörfern neu gebaut werden. Aber nicht nur hier war ein Verlust an Flächen; es war auch der Bau der A 23, die hier in der Gemeinde Bornholt den Nord-Ostsee-Kanal überquert. 35 Hektar brauchten die Bagger, die immer tiefer ins Erdreich eindrangen, um die 1,5 Kilometer lange südliche Ausfahrt zum 50 Meter hohen Brückendamm aufzuschütten. Das 35 Hektar große Baggerloch wurde zu einem Biotop hergerichtet. Mit 19 ha Wasserfläche und 16 ha aufwendigen Anpflanzungen ist es heute für die Natur ein unschätzbarer Wert.
Der Ortsteil Töpferberg hatte bei den Verbreiterungen keine Verluste zu beklagen. Zwar gehört das Gebiet zur Gemeinde Bornholt, die dort lebenden Einwohner orientieren sich aber zum nur 500 m entfernten Schaftstedt.
Seit 1990 gibt es den Ponyhof "Popcorn" im Ortsteil „Töpferberg“ auf der Kanalnordseite, der für fast 100 Kinder ein reichhaltiges Angebot bietet.
Die Hochbrücke Hohenhörn liegt im Süden mit Autobahndamm und Brückenkopf auf Bornholter Gemeindegebiet. Den Namen "Autobahnhochbrücke Bornholt" hätten sich deshalb viele gut vorstellen können. Der blieb den Bornholtern verwehrt, aber dafür haben sie in anderer Hinsicht von dem Bauwerk profitiert. Denn die gute Anbindung hat dem Dorf nicht nur jede Menge zusätzliche Feriengäste, sondern auch einen Bevölkerungszuwachs von über 20 % verschafft. Heute hat die Gemeinde ca. 220 Einwohner, 10 davon auf dem Töpferberg. Von vormals 1100 Hektar sind nur noch ca. 600 ha Land überig geblieben, die von 9 landwirtschaftlichen Betrieben bewirtschaftet werden.
Nicht nur Einheimische, auch immer mehr Urlauber nutzen die Treppen, die durch das Wasser- und Schiffahrtsamt und die Gemeinde in die hohen Böschungen gebaut wurden. Von hier aus kann man die vorbeifahrenden Schiffe nicht nur von der Seite, sondern fast immer auch von oben sehen. Besonders wenn die Traumschiffe haben es den "Sehleuten" angetan.
Von der nur 5 km entfernten Abfahrt der Autobahn 23 in Besdorf sind es nur ein paar Minuten. Urlauber aus dem gesamten Bundesgebiet werden angelockt, um hier Schiffe, die Ruhe am Kanal zum Angeln, Radfahren, Spazierengehen usw. zu erleben.
Der Ferienhof "Kanalblick" ist eine von vielen Zimmer-Anbietern in der Gemeinde.
Aber nicht nur der Reiz des Kanals, es ist auch die Landschaft der Gemeinde, die ebenfalls zum Radfahren, Spazierengehen, Reiten und Kutschfahrten einlädt.
Da es nie eine Flurbereinigung gab, sind die gut ausgebauten Wege und Felder mit Knicks umgeben, die fast idyllisch wirken.
In den beiden landwirtschaftlich orientierten Dörfern gibt es keine Post, Läden oder andere Geschäfte mehr, nur eine Gastwirtschaft ist bis heute erhalten geblieben. Seit 1969 werden die Schüler mit dem Bus nach Hanerau-Hademarschen gebracht. Zu den weiterführenden Schulen fahren die Schüler in der Mehrzahl vom Beldorfer Bahnhof nach Heide.
Außer Bauernhäusern und Einfamilienhäusern, gibt es noch einige aufwendig restaurierte Strohdachhäuser, die den Dörfern ein gewisses "Etwas" geben. Angeboten werden 20 Ferienwohnungen, mit bis zu 180 Gästebetten (einschließlich Ponyhof Popcorn) bereit halten. Fast so viele wie Einheimische.
Ab dem Jahr 2006 wird der 400 km lange Fahrradwanderweg rund um den Kanal auch durch Bornholt führen. Hierzu ist eine Fahrradherberge bereits im Bau. Dadurch werden vielleicht noch mehr Erholungsuchende den Ort besuchen.
Auch an Feierlichkeiten fehlt es nicht, sei es das Eisboßeln der Freiwilligen Feuerwehr oder das Erntefest, das von der Gymnastikgruppe, wie auch das Vogelschießen, Maifeuer, Laternelaufen, Fahrradrallye usw. organisiert werden. Diese Feste sind nicht nur für Einheimische. Auch Gäste und Urlauber sind herzlich Willkommen.
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Bornholt im Winter Bornholt im Frühling
Bornholt im Sommer Bornholt im Herbst